Ein Geschäftsfeld der:

Geopolymerbasierte Fassaden- und Innenausbauplatten aus Recyclingstoffen.

Förderprogramm

FRL RegIn/2023

Projektlaufzeit

24.07.2024 – 31.12.2025

Projekttitel

Genauen Projekttitel bitte zuarbeiten

ReGeoFas – Entwicklung von Geopolymerbasierten Fassadenelementen und nichttragenden Innenausbauplatten aus Recyclingstoffen

ReGeoFas – Das Projekt auf einen Blick

ReGeoFas ist ein Verbundprojekt des Fraunhofer IKTS und der LAUTECH zur Entwicklung innovativer Baustoffe auf Basis von Geopolymeren. Ziel ist es, Fassadenelemente und nichttragende Innenausbauplatten aus 100 % mineralischen Recycling- und Abfallstoffen als klimafreundliche Alternative zu zementbasierten Baustoffen herzustellen.

Das Projekt verbindet Nachhaltigkeit, technische Leistungsfähigkeit und industrielle Umsetzbarkeit und leistet damit einen konkreten Beitrag zur Transformation der Bauwirtschaft.

Ausgangssituation: Warum neue Baustoffe dringend gebraucht werden

Die Bauindustrie zählt zu den größten CO₂-Emittenten weltweit. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2018 rund 33,7 Millionen Tonnen Zement produziert. Dies verursacht einem Treibhausgasausstoß von 19,88 Millionen Tonnen (CO2eq).

Gleichzeitig führt der Abbau von Sand, Kies und Splitt zu massiven Eingriffen in Ökosysteme. Aktuell ist in Deutschland ein Rückgang der Lagervorkommen für diese Rohstoffe zu verzeichnen, wodurch Engpässe entstehen, Transportwege länger und Kosten höher werden.

Diese Entwicklung macht deutlich:
Die Bauwirtschaft braucht neue, klimafreundliche und ressourcenschonende Materiallösungen im industriellen Maßstab.

Projektziel: Klimafreundliche Baustoffe aus Abfällen entwickeln

Ziel von ReGeoFas ist die Entwicklung eines weitestgehend CO₂-neutralen Baustoffs, der vollständig auf mineralischen Bauabfällen und Deponiematerialien basiert.

Geopolymere aus Ziegelbruch, Bauabfällen oder Gipsresten werden künftig zum Ersatz für zementbasierte Fassadenelemente für den Außenbereich und können außerdem als dünne Platten für den Innenausbau dienen.

Damit wird nicht nur der Einsatz von klimaschädlichem Zement reduziert, sondern gleichzeitig ein aktiver Beitrag zur Entlastung von Deponien geleistet.

Geopolymere: Die nachhaltige Alternative zu Beton

Geopolymere sind moderne, anorganische Bindemittel. Sie funktionieren ähnlich wie Beton, kommen jedoch ohne die CO₂-intensive Zementherstellung aus.

Stattdessen entstehen sie durch die Reaktion mineralischer Rohstoffe oder industrieller Nebenprodukte mit aktivierenden Lösungen. Sie basieren häufig auf industriellen Nebenprodukten wie Metakaolin oder Flugasche.

Geopolymere sind langlebig, widerstandsfähig und deutlich umweltfreundlicher als klassische Baustoffe.

Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick

hohe Festigkeit und lange Lebensdauer

sehr gute Brand-, Hitze- und Chemikalienbeständigkeit

ressourcenschonende Herstellung

ideal für industrielle Fertigung und Vorfertigung geeignet

Probewürfel zweier Leichtbausteine: links ein Geopolymer aus mineralischen Abbruchmaterialien, rechts zementgebundenes, recyceltes Polystyrol.

 

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte

Im Projekt ReGeoFas werden geopolymerbasierte Fassaden- und Innenausbauplatten nicht nur im Labor, sondern auch im Technikumsmaßstab entwickelt und getestet.

Zentrale Inhalte des Projekts

Ziel ist es, den Sprung von der Forschung in die industrielle Anwendung vorzubereiten.

Warum ReGeoFas für Unternehmen relevant ist

Konkrete Vorteile auf einen Blick

Bis zu 80 % weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu Zement

Hohe technische Leistungsfähigkeit für anspruchsvolle Anwendungen

Regionale Rohstoffe und kurze Lieferketten

Unterstützung von ESG-, Nachhaltigkeits- und Klimazielen

Neue Produkt- und Geschäftsmöglichkeiten

ReGeoFas zeigt, wie nachhaltige Baustoffe wirtschaftlich und skalierbar umgesetzt werden können.

Einsatzmöglichkeiten in der Praxis

Bau- und Infrastrukturprojekte

Geopolymere eignen sich hervorragend für Bauteile, Platten, Fundamentstrukturen und technische Spezialanwendungen.

Industrielle Anwendungen

Hitze-, Feuer- und Chemikalienbeständigkeit macht Geopolymere ideal für Produktionsanlagen, Gießereien oder energieintensive Umgebungen.

Nachhaltigkeitsstrategien

Messbare CO₂-Reduktion und ressourcenschonende Materialkonzepte für Unternehmen.

Mehrwert für Region und Wirtschaft

Das Projekt ReGeoFas stärkt die Lausitz als Innovations- und Forschungsstandort sowie die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Region durch:

  • Aufbau einer nachhaltigen Materialwirtschaft
  • Reduzierung CO₂-intensiver Produktionsprozesse
  • Entwicklung neuer regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich GreenTech
  • Stärkung der Forschungs- und Entwicklungskompetenz in Sachsen

So entstehen langfristige wirtschaftliche Impulse und strukturelle Vorteile für die Region.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Säschischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Unsere Projektpartner

ReGeoFas wird gemeinsam mit starken Partnern aus Forschung und Wirtschaft umgesetzt:

Interesse an Geopolymeren oder dem Projekt ReGeoFas?

Sie möchten nachhaltige Baustoffe einsetzen, weiterentwickeln oder eigene Ideen einbringen? Oder suchen einen Projekt- oder Forschungspartner?

Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf den Austausch und neue Kooperationen.