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Materialien für das Bauen von morgen
Was sind neue Werkstoffe?
Neue Werkstoffe sind moderne, leistungsfähige Materialien, die durch technologische Innovation neue Möglichkeiten im Bauwesen und in der Architektur eröffnen. Sie verbinden hohe technische Qualität mit Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Skalierbarkeit. Sie erweitern damit die Grenzen klassischer Baustoffe deutlich.
Ob neuartige High-Tech-Betone, biobasierte Materialien oder intelligente Verbundstoffe: Diese Werkstoffgeneration ermöglicht effizientere Bauprozesse, bessere Energieeffizienz und langlebige, zukunftsfähige Gebäude.
Warum neue Werkstoffe die Baubranche verändern
Neue Werkstoffe kommen dort zum Einsatz, wo herkömmliche Materialien an ihre Grenzen stoßen. Im Fokus stehen dabei zentrale Zukunftsthemen.
Ressourceneffizienz
Weniger Materialeinsatz bei gleicher oder höherer Tragfähigkeit
Nachhaltigkeit
CO₂-arme, recyclingfähige oder kreislauffähige Materiallösungen
Hohe Leistungsfähigkeit
Verbesserte Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmedämmeigenschaften.
Industrie- und Digitaltauglichkeit
Materialien, die sich präzise industrielle vorfertigen und automatisiert verarbeiten lassen.
Der Mehrwert für Unternehmen
Der Einsatz neuer Werkstoffe schafft zukunftssichere Baukonzepte und beschleunigt die Umsetzung von Projekten. Gleichzeitig entstehen klare Vorteile für Planung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit:
verbesserte Gebäudebilanz und höhere Förderfähigkeit
nachhaltige, recyclingfähige Baukomponenten
mehr Gestaltungsfreiheit und Flexibilität im Produktdesign
langfristige Wertstabilität von Gebäuden
Was macht das Zentrum Bauen und Wohnen im Bereich neuer Werkstoffe?
Im Zentrum Bauen und Wohnen (ZWB) werden neue Baustoffe praxisnah entwickelt, getestet und weitergedacht. Im Fokus stehen Materialien, die regionale Wertschöpfung stärken, Ressourcen schonen und industriell nutzbar sind.
Dabei arbeitet das ZBW eng mit Forschungs- und Entwicklungspartnern zusammen und bringt Innovationen gezielt in die Anwendung.
Ausgewählte Projekte im Themenfeld „Neue Werkstoffe“
Geopolymere – Projekt ReGeoFas
Im Verbundprojekt ReGeoFas entwickeln das Zentrum Bauen und Wohnen, die LAUTECH und das Fraunhofer IKTS neuartige Baustoffe auf Basis von Geopolymeren.
Aus mineralischen Rest- und Recyclingstoffen entstehen Fassadenelemente und Innenausbauplatten mit ähnlichen Eigenschaften wie Beton, jedoch mit deutlich verbesserter CO₂-Bilanz. Ziel ist es, einen weitestgehend CO₂-neutralen Baustoff herzustellen, der vollständig aus mineralischen Bauabfällen und Deponiematerialien besteht.
Geopolymere aus Ziegelbruch, Bauabfällen und ähnlichen Recyclingmaterial können als nachhaltiger Ersatz für zementbasierte Fassadenelemente für den Außenbereich und dünne Platten für den Innenausbau dienen. Dadurch werden Deponien durch Abnahme von Rest- und Abfallstoffen aus anderen Industriebereichen entlastet und eine teilweise Substitution des klimaschädlichen Betons erreicht.
MycoBuildingSystems (MBS)
Gemeinsam mit der TU Dresden (Professur für Bioverfahrenstechnik) arbeitet die LAUTECH an klimapositiven Baustoffen auf Basis von Pilzmycel, dem Wurzelsystem von Pilzen.
Dabei werden neuartige Materialien entwickelt, die aus nachwachsenden Rohstoffen entstehen und sich besonders für nachhaltige Bauanwendungen eignen.
Biogene Dämmstoffe (Zukunft Bau)
Zusammen mit der TU Bergakademie Freiberg entwickelt die LAUTECH Herstellungsverfahren für rein biogene Dämmstoffe aus Hanf, Stroh oder Laub.
Dabei werden pflanzliche Reststoffe im Sinne der Ganzpflanzenverwertung, zu Innenausbauplatten als Ersatz für Gipskartonplatten oder zu Dämmplatten, verarbeitet.